Gedenken der Reichspogromnacht vom 9. November 1938: Prof. Dr. Frank Crüsemann am 9. November 2018 bei „Suchen und Fragen“

Erstellt am 02.11.2018

Wir freuen uns sehr, dass wir für den „Suchen-und-Fragen“-Abend am 9. November, den Gedenktag der Reichspogromnacht, den bekannten Bibelwissenschaftler Professor Dr. Frank Crüsemann gewinnen konnten.

Frank Crüsemann betont in seinen Arbeiten immer wieder den Zusammenhang von Erstem und Zweitem Testament und leistet damit wichtige Beiträge für den christlich-jüdischen Dialog. Wie sehr er auch die Brücke zur bildenden Kunst schlägt und Deutungen biblischen Geschehens im Spiegel der Bilder aufgreift, wird in vielen seiner Veröffentlichungen offensichtlich.

Im Mittelpunkt des Abends wird das Bild Marc Chagalls „Die weiße Kreuzigung“ stehen. Der Jude Marc Chagall deutet darin die Leiden jüdischer Menschen unter der Verfolgung in Deutschland und Osteuropa. Marc Chagall hat das Bild nur wenige Wochen nach der Reichspogromnacht 1938 in Frankreich gemalt. Es bietet mit seiner vielfältigen Aufnahme von jüdischen und christlichen Symbolen zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine theologisch fundierte Auseinandersetzung mit den Ereignissen aus dem Jahr 1938. Dabei wird es auch um eine jüdische Deutung der Person Jesu gehen, die Chagall uns mit seinem Bild „Die weiße Kreuzigung“ an die Hand gibt.

Dieses Jahr jährt sich die Reichspogromnacht zum 80. Mal. Seien Sie herzlich eingeladen zu Austausch, Entdeckung und Gedenken!

Katja Jochum und Carsten Jochum-Bortfeld


Suchen & Fragen: 9. November 2018, 19-21.30 Uhr

Ort: Jochen-Klepper-Haus, Am Großen Weserbogen 5, Bad Oeynhausen